Huckleberry Finn TheateraufführungSchüler der Sekundarstufe I des Städtischen Gymnasiums beeindruckten mit Theateraufführung

Mark Twains „Huckleberry Finn“ ist ein Klassiker der amerikanischen Jugendliteratur. Eine Bühnenfassung dieser Geschichte, die Freundschaft zwischen dem Ausreißer Huck und dem entlaufenen Sklaven Jim und ihre abenteuerliche Reise auf dem Mississippi brachte jetzt die Theater-AG der Sekundarstufe I am SGR unter der Leitung von Patrick Grodau auf die Bühne der Rheinbacher Stadthalle.

„Leinen los“ hieß es zum ersten Mal am Freitagvormittag vor vollem Hause: Rund zweihundert Schülerinnen und Schüler der umliegenden Grundschulen waren der Einladung zur Premiere gefolgt, und auch die fünften und sechsten Klassen des SGR wohnten der Vorstellung bei und verfolgten die teils dramatischen, teils witzigen Ereignisse während der Floßfahrt der beiden Hauptprotagonisten mit ebenso viel Spaß wie die überwiegend erwachsenen Zuschauer der zweiten, öffentlichen Vorstellung am Samstag. Ohne das ernste Thema des Stückes – den alltäglichen, brutalen und bis in die Sprache eingesickerten Rassismus gegenüber der schwarzen Bevölkerung der amerikanischen Südstaaten – zu verharmlosen, bot die abenteuerliche Geschichte dabei über rund zwei Stunden gute und spannende Unterhaltung.

Die Bühnenbild-AG unter Leitung von Elke Viltz hatte dafür mit tatkräftiger Unterstützung weiterer Helfer die verschiedenen Schauplätze der Handlung phantasievoll und mit viel Aufwand in Szene gesetzt; insbesondere die realistisch wirkende üppige Flusslandschaft beeindruckte die Zuschauer, verstärkt noch durch die geschickte Lichtführung durch die Licht- und Tontechnik-AG.

Die jungen Schauspieler aus den Klassen sechs bis acht boten durchweg imponierende Leistungen: Ella Geuer brillierte in der Rolle des Huck, Oliver Staenge bot eine berührende Darstellung des verfolgten Sklaven Jim. Charlotte Model bestach durch ihre wandlungsfähige Gestaltung zweier ganz unterschiedlicher Rollen (u.a. Tom Sawyer), Charlotte Hündgen und Kara Hahn gewannen die Sympathien des Publikums durch ihre witzige Darstellung eines gewieften, aber erfolglosen Gauner-Duos. Anna Stanke beeindruckte durch die kraftvolle Verkörperung des gewalttätigen Vaters Huckleberrys. Auch die übrigen Darsteller (Dilara Aydin, Dana Engeland, Lea Hecking, Madita Lanters, Lars Leber, Alina Ruberg, Arne Ruberg, Lena Ruberg) überzeugten die Zuschauer durch ihr differenziertes Spiel.

Am Ende gab es für das gesamte Team, das in den Tagen vor der Aufführung lange und anstrengende Proben zu absolvieren hatte, lang anhaltenden und durch die dargebotene außergewöhnliche Leistung hochverdienten Applaus.

Huckleberry Finn Theateraufführung_bild2    huckleberry_finn_bild3