Am Freitag, den 26.02. nahmen die Schüler des Pädagogikleistungs- und Grundkurses und ein Geschichte-Grundkurs der Stufe 12 an einer Exkursion zur NS-Ordensburg Vogelsang teil, in der zwischen 1936 und 1939 der Nachwuchs des NSDAP-Führungskaders ausgebildet wurde. Der in der Eifel, oberhalb der Urfttalsperre auf dem Berg Erpenscheid errichtete Gebäudekomplex bei Schleiden-Gemünd, umfasst eine Fläche von 50.000m². Vogelsang ist somit die Größte von insgesamt drei erbauten NS-Ordensburgen und das zweitgrößte architektonische Relikt des Nationalsozialismus in Deutschland, gleich nach den Parteitagsbauten in Nürnberg. Verantwortlich für die Bauleitung war der „Reichsorganisationsleiter“ Robert Ley, welcher auch später maßgeblich an der Auswahl der Rekruten, den sogenannten „Junkern“ beteiligt war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von britischen Truppen übernommen und diente ab 2005 den belgischen Streitkräften als Truppenübungsplatz.

Name Unterrichtsfächer
1 Herr Rautenbach Sport / Paedagogik
2 Frau Remke Deutsch / Paedagogik

Erziehung müssen alle lernen oder Warum ich Pädagogik wählen sollte

Das Fach Pädagogik wird am Städtischen Gymnasium Rheinbach ab der Jahrgangsstufe 10 angeboten und stellt im Fächerkanon einen wesentlichen Aspekt der „Menschwerdung“ dar. Wir verändern uns in unserem Leben, durchlaufen verschiedene Phasen, bestehen so manche Prüfung und überstehen vielleicht auch (Lebens)Krisen. Im Pädagogikunterricht lernt man, wie sich die Entwicklung vom jungen zum alten Menschen vollzieht, dass Entwicklung und Identität dynamische Prozesse sind, die nicht immer leicht zu verstehen, keinesfalls aber zu ignorieren sind.

In unserer pluralistischen Lebenswelt wird es immer schwieriger für junge Menschen, sich selbst zu verorten. Insofern versteht sich das Fach Erziehungswissenschaft als Hilfe zur Selbsthilfe. Schüler(innen) sollen lernen, wie man richtig lernt und Lernprozesse (auch für andere) gestaltet. Auch die Auseinandersetzung mit der Medien- und Leistungsgesellschaft dient dem Ziel, die jungen Menschen zu selbstständigen und –tätigen Individuen werden zu lassen. Dies gilt sowohl für den sozialverantwortlichen, als auch den individuellen Bereich und konkretisiert sich im Unterricht an den Fragestellungen: Wie möchte ich Gesellschaft, Familie und Partnerschaft gestalten?

Im Zentrum unserer Arbeit stehen natürlich die Kinder, die nicht nur unsere Zukunft sind, sondern auch eine ganz eigenständige Art des Denkens und Handelns haben. Kinder verstehen und fördern ist ein Hauptanliegen des Pädagogikunterrichts, denn Eltern werden ja später (fast) alle.

In Politik, Wirtschaft und den Medien wird heutzutage immer wieder die fehlende Erziehung unserer Kinder beklagt und angemahnt. Erziehungsnotstand wird mit einer mangelnden oder fehlenden Erziehungshaltung begründet, in der unsere Kinder zunehmend vernachlässigt werden. Erziehung ist eine lebenslange und wichtige Aufgabe und sie erscheint umso dringlicher, als der Staat nicht mehr alles finanzieren kann. Wo Förderung fehlt, muss Eigeninitiative einsetzen. Staatliche Institutionen können nicht alle erzieherischen Aufgaben übernehmen, einen Großteil dieser Verantwortung müssen wir als Menschen in unserem Alltag tragen. Ob als Eltern, Freunde, Nachbarn, im Freundeskreis oder Verein, wir sind alle gefordert, bei der Gestaltung unserer Zukunft mitzuarbeiten. Für die Verwirklichung dieser Ziele steht das Fach Erziehungswissenschaft.

Die Kriterien der Notengebung werden zu Beginn des Schuljahres offen gelegt.

Der Verlauf der Oberstufe (EF/QF) beinhaltet das Erarbeiten und Anwenden allgemeiner und fachspezifischer Lernstrategien.

Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten regelmäßig Feedbacks und Rückmeldungen sowie Hilfen zur Selbsteinschätzung, so dass ein individueller Lernfortschritt gewährleistet werden kann.

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