Auf die Wahrnehmung kommt es an

Sich räumlich auskennen bedeutet, dass wir wissen, "wo" etwas ist und "wie" wir dahin kommen. In bekannten Räumen haben wir schon viele Informationen gesammelt und tun dies weiter Tag für Tag. Diese Informationen werden geordnet und abgespeichert. So entsteht eine "Mental Map", eine sogenannte Karte im Kopf. Jedoch unterscheiden sich die gesammelten Informationen von Mensch zu Mensch. Jeder Beobachter entscheidet für sich, welche Information für ihn wichtig ist und gesammelt wird bzw. unwichtig ist und vergessen werden kann. Daher gibt es für ein und dieselbe Stadt zahlreiche verschiedene Mental Maps.
(Verändert nach Terra 1, Klett)

Den neuen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 fiel es anfänglich gar nicht so leicht, die Karte im Kopf zu ihrer persönlichen Zufriedenheit zu gestalten. Obwohl es gar nicht auf millimetergenaue Präzision ankam, oder gar die Winkel- oder Flächentreue, so war der Anspruch möglichst nah am Original zu sein hoch. Folgend ein beachtliches Exemplar von Fabian Ewald, eine tolle Arbeit der "Karte im Kopf".

NOLD

 
"Zum Einstieg in das Fach Erdkunde hat die Klasse 5d das Anfertigen von Mental - Maps besprochen. Als Hausaufgabe sollten wir dann eine eigene Mental Map von unserem Schulweg erstellen. Ich habe als erstes eine Skizze zu denn wichtigsten Punkten gezeichnet und mir Symbole überlegt. Dann habe ich die Skizze auf ein neues Blatt übertragen und ausgemalt. Besonderen Spaß hat mir dabei das Entwerfen der kleinen Details gemacht (zum Beispiel die Kühe oder die Schwimmbadbesucher). Beim Zeichnen sind mir immer mehr Dinge eingefallen, die ich gerne ergänzt hätte. Ich hoffe, dass wir so etwas noch einmal machen werden." (Fabian Ewald, Klasse 5d)

 

Mental Map Fabian Ewald, 5d    Mental Map Fabian Ewald (2), 5d    

Am  01.03.2017 unternahmen die Leistungskurse im Fach Erdkunde der Jahrgangsstufen 11 und 12 sowie der Grundkurs der Jahrgangsstufe 11 mit den Lehrerinnen Frau Mintrop, Frau Keuler und Frau Heinrichs eine Busexkursion durch das westliche Ruhrgebiet. Die Exkursion in das Ruhrgebiet sollte im Rahmen des Unterrichtsthemas „Wirtschaftsregionen im Wandel“ den Strukturwandel im Ruhrgebiet anhand regionaler Beispiele verdeutlichen. In der Stadt Essen angekommen stiegen die Exkursionsleiter des „Regionalverbandes Ruhr“ hinzu, um uns die verschiedenen zu besuchenden Stationen im Ruhrgebiet genauer zu erläutern.

„Die Geographie macht uns zu Weltbürgern und verbindet uns mit den entferntesten Nationen. Ohne sie bleibt man, was man auch gelernt haben mag, beschränkt, begrenzt, beengt. Nichts bildet und kultiviert den Verstand mehr als Geographie."

(Immanuel Kant, 1724 – 1804)

 

Der Begriff „Geographie“ leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet das „Beschreiben der Erde“. Das Fach Geographie bzw. Erdkunde beschäftigt sich jedoch nicht nur mit der Beschreibung oder Topographie der Erde. Es widmet sich im weitesten Sinne dem Lebensraum der Menschen.

Dieser Lebensraum wird von vielen geographischen Themen geprägt, wie z. B. die Sicherung der Ernährungsgrundlage für eine wachsende Weltbevölkerung, Migration, Disparitäten und Ressourcenkonflikte, Globalisierung, Energieversorgung, Naturereignisse oder Klimawandel.

Ziel des Erdkundeunterrichts ist es, das Verständnis dieser Themen und der ihnen zugrunde liegenden naturgeographischen, ökologischen, ökonomischen, politischen sowie sozialen Strukturen und Prozesse zu fördern und damit jeden Einzelnen zu einem raumverantwortlichen Handeln zu befähigen.