Die Geschichte „Sadako“ von Johanna Hohnhold lässt die Gemüter der Klasse 7d des Städtischen Gymnasiums in Rheinbach nicht kalt. Das japanische Mädchen aus der Erzählung ist etwa im gleichen Alter wie die Kinder selbst, als sie erfährt, dass sie an Leukämie erkrankt ist. Sie ist eines der unzähligen zivilen Opfer, die dem schwarzen Regen nach der Atombombe auf Hieroshima 1945 ausgeliefert waren und durch die Folgen erkrankt sind. Im Krankenhaus beginnt sie 1000 Kraniche zu falten, weil eine Sage ihres Heimatlandes ihr dann einen freien Wunsch verspricht.

Sie stirbt noch bevor sie ihr Werk fertigstellen kann. Zuvor vermacht sie ihr Origamipapier an ihre Freunde und Freundinnen an der Schule. Diese falten nun in ihrem Namen weiter und setzen der verstorbenen Freundin ein Andenken und somit ein Zeichen für den Frieden und gegen den Einsatz von Atomwaffen.

Berührt von dem Schicksal des Mädchen in der Geschichte, welche auf einer wahren Begebenheit beruht, wollen auch die Schülerinnen und Schüler aus der 7d mit ihrer Deutschlehrerin Frau Ewald ein Zeichen setzen, da die heutige Brisanz des Themas und der Austritt der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran im Mai dieses Jahres auch Erwähnung fand. So falten die Kinder der 7d mit allen Klassen und Kursen des Gymnasiums 1000 Kraniche für den Frieden und erzählen jedem Kind von den verheerenden Folgen des Einsatzes von Atomwaffen. Auch die Lehrer falten fleißig mit und tragen zu dem Hoffnungsvollen Bild in der Vitrine im Foyer der Schule bei. Ein gemeinsames Zeichen für den Frieden gesetzt von allen Mitgliedern der Schule. Ein berührendes Ereignis, das Früchte tragen möge.  

 

Artikel aus dem Generalanzeiger vom 21.12.2018: