Gespannte Erwartung breitete sich am Präsentationsnachmittag in den Kursen „individuelles Arbeiten“ (IDA/Klasse 6) und „freies individuelles Arbeiten“ (FRIDA/Klasse 8) im Städtischen Gymnasium Rheinbach aus, galt es doch nun endlich, die eigenen Forschungsergebnisse des vergangenen Schulhalbjahres den Eltern, Lehrern, Mitschülern und der Rheinbacher Öffentlichkeit vorzustellen. Die jungen Schüler hatten sich mit selbstgewählten Themen beschäftigt, zu diesen recherchiert, experimentiert und sich schließlich zu Experten auf ihrem Spezialgebiet gemausert. So präsentierten sie sich aufgeregt und nervös bis selbstbewusst und souverän.

Lilly Lindlar (Kl. 8) deckte für ihre zahlreichen Zuhörer möglichen Betrug im Internet auf, erläuterte Identitäts- oder Informationsdiebstahl, die Abofalle, Datenmanipulation oder das Darknet.

Auch Schutzmaßnahmen, wie das Erstellen sicherer Passwörter, erklärte die junge Schülerin den wissbegierigen Mitschülern, damit sie sich vor der Kriminalität im Netz schützen können. Nicht minder spannend war es, Arne Ruberg (Kl. 8) zuzuhören, welcher über „Medikamentenrückstände im Trinkwasser am Beispiel der Rheinbacher Kläranlage“ geforscht hatte und die Leichtsinnigkeit im Umgang mit Medikamenten anprangerte. Detailgerecht hatte er das Prinzip der arbeitenden Kläranlage nachgebaut und konnte den interessierten Zuhörern dieses anschaulich erläutern.

Verblüffend sind oft die Themen, die sich junge Menschen suchen, und deren Fragen sie sich hingebungsvoll einen so langen Zeitraum lang widmen. So arbeitete Greta von Wnuck-Lipinski zu der Fragestellung „Was bedeutet „dermatologisch getestet“?, Marie Wagenfeld über die Schizophrenie oder Yanick Schumacher zu „natürlichen Drogen in unserem Alltag“. So konnte der Zuhörer sich von Themenraum zu Themenraum bewegen und sich davon überzeugen, dass das Konzept des Forschungsprojektes, orientiert am Förder-Forderprojekt des Münsteraner Begabungsforschers Professor Fischer mit dem Ziel, Selbststeuerung und Motivation leistungsstarker Schülerinnen und Schüler zu fördern, aufging.

Der Lohn für die intensive Arbeit, die oft über das Zeitmaß der schulisch vorgegebenen einen Unterrichtsstunde pro Woche hinausgegangen war, erscholl als großer Applaus aus den einzelnen Themenräumen. Darüber hinaus wurden die beeindruckendsten Projekte einer Prämierung vorgeschlagen. Hierbei erzielte Arne Ruberg (Kl. 8) den ersten Platz, Colin Schneider (Kl.8) belegte mit seiner Präsentation „Eulen: Arten und ihre Lebensräume“ den zweiten Platz. Den dritten Platz ergatterte Lars Leber, er hatte „Zeichenstile von Mangas“ untersucht, verglichen und erprobt. Auch die drei Schülerinnen Greta von Wnuck-Lipinski, Anika Czerwinski und Sarah Völker (Kl. 8), die sich mit unterschiedlichen Themen rund um „Beauty und Kosmetik“ teilwissenschaftlich auseinandergesetzt hatten, erlangten den 4. Platz. Sie alle durften aus Buchpreisen auswählen, die die Buchhandlung Kayser gespendet hatte.  Schulleiter Stefan Schwarzer und Christoph Laumann, als einer der Organisatoren des Präsentationsnachmittages, würdigten abschließend noch einmal die Leistungen aller Schülerinnen und Schüler, die an diesem Nachmittag unter Beweis gestellt haben, dass sie Experten auf ihrem Spezialgebiet sind.

 

Text: Claudia Spittel

Fotos: Claudia Spittel