Liebe Eltern,

Herzlichen Dank für die zahlreichen freundlichen und Mut machenden Rückmeldungen in den letzten Tagen. Ich haben großen Respekt vor Ihrem Organisationstalent und dem zusätzlichen Einsatz, den die Kinderbetreuung zu Hause für Sie bedeutet. Wir sind als Schule weiterhin für Sie da  - wenden Sie sich bei Fragen und Problemen auf dem gewohnten Weg direkt an uns und bitte beachten Sie auch in diesen Zeiten die Reihenfolge Fachlehrer -  Klassenlehrer - Stufenkoordinator - Schulleiter. Auf diese Weise können wir erfahrungsgemäß Probleme am besten lösen.

Was haben wir inzwischen gemacht?

 Wir haben  uns am Montag und Dienstag in Form eines Barcamps organisiert und in verschiedensten Teams über Aufgabenformate und -umfänge gesprochen. Außerdem fanden zahlreiche Trainings in der Nutzung digitaler Hilfsmittel mit Schwerpunkt Office 365 statt.

 Seit gestern müssten nun die Arbeitspläne für die Schülerinnen und Schüler vorliegen. Wir alle bewegen uns hier in unbekanntem Terrain. Ich bitte daher recht herzlich um Verständnis, dass vielleicht noch nicht alles optimal funktioniert. Wir werden Sie daher erst in der kommenden Woche zentral um eine Rückmeldung bitten.

 Bis dahin bitte ich Sie herzlich, uns als Schule noch bis dahin Zeit zu geben, dass wir uns in die neue Situation einfinden können. Ich bitte genau so herzlich darum, den Mut der Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen, neue digitale Formate zu erproben. Wenn irgend möglich, stellen Sie bitte Ihrem Kind dann ein entsprechendes Endgerät und einen Internetzugang zur Verfügung. Ich möchte in diesem Zusammenhang insbesondere die Kollegen Nolden, Schäfer und Schmitz hervorheben, die die Trainings der Kollegen durchgeführt haben und  - insbesondere Herr Nolden - zusätzlich die Infrastruktur von Office 365 ausgebaut haben, was zwar langfristig vorgesehen war, nicht aber über Nacht.

 Zuletzt möchte ich noch einen allgemeinen Hinweis für die häusliche Arbeit geben, den Sie gerne auch überlesen können, wenn Sie möchten - ich möchte Ihnen ja keinesfalls noch mehr Arbeit zuhause machen, als Sie sowieso schon haben. Und pädagogische Besserwisserei ist jetzt vielleicht auch nicht gerade das, was Sie brauchen. Nichtsdestotrotz:

 Die Kinder (alle, auch die älteren) brauchen bei der Bearbeitung der Aufgaben eine feste Struktur, am besten angelehnt an den normalen Ablauf eines Schultages. Das heißt:  Es ist ratsam, annähernd ähnlich morgens aufzustehen und auch den Schultag in drei Arbeitsphasen und zwei Pausen zu strukturieren. Wenn Sie selber die Aufgaben nicht auf Vollständigkeit prüfen können oder wollen, lassen Sie die Kinder selbst eine Checkliste für den Tag anlegen und abhaken. Zumindest darauf könnten Sie dann ja einen Blick werfen. Wenn digitale Hilfsmittel bei der Arbeit nicht unmittelbar erforderlich sind, sorgen Sie dafür, dass die entsprechenden Geräte weit weg liegen. Je jünger die Kinder, desto weiter, denn gerade jetzt prasseln die Nachrichten im Klassenchat teilweise im Sekundentakt, so dass sich dabei nicht mehr sinnvoll arbeiten lässt.

Die klare Anlehnung der kommenden Wochen an den normalen Schultag hat einen weiteren entscheidenden Vorteil: Der Wechsel zwischen Spannung und Anspannung, zwischen Arbeit und Freizeit ist für das Wohlbefinden der Kinder sehr wichtig. Die folgenden Osterferien können nur so auch als tatsächliche Ferien genossen werden.

 Ich wünschen Ihnen allen weiterhin gute Nerven und die nötige heitere Gelassenheit. Sie erreichen mich weiterhin in der Schule und digital, wenn ich selbst im Homeoffice und bei der Kinderbetreuung bin.

 Ganz herzliche Grüße, Ihr

Stefan Schwarzer